Montag, 13. Juli 2026
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Seniorenvertretung Treptow-Köpenick startet WhatsApp-Kanal — SWR3 warnt vor Betrug!

Whatsapp

Von Michael Springer

Die Seniorenvertretung Treptow-Köpenick informiert über ein neues digitales Informationsangebot: Ab sofort steht der WhatsApp-Kanal „Seniorenvertretung Treptow-Köpenick“ zur Verfügung. Über den neuen Kanal erhalten Interessierte regelmäßig aktuelle Informationen über die Arbeit der Seniorenvertretung. Es werden auch Hinweise auf Veranstaltungen und Termine sowie weitere Neuigkeiten aus dem Bezirk gegeben.

Zielsetzung: Vereinfachte Kommunikation

Laut Pressemitteilung vom 9.7.2026, „… möchte die Seniorenvertretung insbesondere Seniorinnen und Senioren eine unkomplizierte Möglichkeit bieten, sich zeitnah über ihre Aktivitäten und aktuellen Themen zu informieren. Die Nutzung des Kanals ist kostenlos. — Die Seniorenvertretung freut sich über zahlreiche Abonnentinnen und Abonnenten und lädt alle Interessierten ein, das neue Informationsangebot zu nutzen.“ — Der Link zum WhatsApp-Kanal wurde auch veröffentlicht, ohne aktuelle Gefahren und Warnungen zu beachten!. 

Warnung vor Betrug bei WhatsApp

Der Sender SWR3, Teil des öffentlich-rechtlichen Südwestrundfunk (SWR) hat am 10.7.2026 eine brisante Warnung herausgegeben: „Warnung vor Betrug bei Whatsapp mit neuen Benutzernamen.“

Whatsapp will seinen Nutzern ermöglichen, mit anderen zu chatten, ohne dass gleich die Handynummer mitgegeben wird. Damit zieht der Marktführer mit anderen Messengern wie Signal oder Telegram gleich. Der individuelle und eindeutige Benutzername kann vorab reserviert werden, die eigentliche Funktion wird aber erst im Laufe des Jahres schrittweise für alle User freigeschaltet.

Diese scheinbar sinnvolle Funktion sieht nach einem sinnvollen Feature für mehr Privatsphäre aus. Sie birgt aber auch Risiken und bietet Gefahr für Betrugsversuche. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat darauf auch aufmerksam gemacht.

Der SWR3 hat die wichtigsten Tipps und Warnhinweise zusammen gefasst. Dabei wird besonders auf den Datenschutz abgehoben, Zitat:

  • „Der Whatsapp-Mutterkonzern Meta kennt übrigens auch weiterhin deine Handynummer. Denn die bleibt Voraussetzung für ein Whatsapp-Konto.
  • Zu Meta gehören auch Instagram und Facebook. Wählst du für Whatsapp denselben Benutzernamen wie den, den du dort hast, kann Meta das für plattformübergreifendes Tracking benutzen. Denn je mehr Info Meta über dich hat, desto passgenauer kann das Unternehmen ein Profil von dir erstellen, das es zum Beispiel zu Werbezwecken nutzt.
  • Die Verbraucherzentrale rät in diesem Zug dazu, dass du als Benutzernamen nicht deinen echten Vor- und Nachnamen, sondern ein Pseudonym verwendest. Auch so kannst du verhindern, dass Meta noch mehr personenbezogene Daten von dir bekommt.“

Datenschutz für Senioren ist auch Familiendatenschutz

Die Seniorenvertretung Treptow-Köpenick schafft mit dem eigenen Whatsapp-Kanal eine vermeintlich eine „unkomplizierte Möglichkeit“ zu Kommunikation. In der Realität erwachsen aber Risiken und Gefährdungen nicht nur für den Einzelnen. Auch Familien und Kinder werden über die Kontaktliste mit einbezogen. Vor allem bei Gedächtnisstörungen dürfte es schwierig sein, zusätzlich eine Liste mit neuen Benutzernamen und Pseudonymen zu verwalten und im Kopf zu haben.
Die Risiken von Online-Betrug und Phishing vermehren sich, und können auf die Familie und auf Kinder ausgreifen.
Die Seniorenvertretung Treptow-Köpenick beschreitet damit einen gefährlichen Weg, denn sie hat keinen eigenen Datenschutzbeauftragten, der helfen, beraten und überwachen kann.

Keine unabhängige Medienkontrolle von Medienkanälen

Zudem entfaltet die Seniorenvertretung Treptow-Köpenick einen Informationskanal, für den es keine unabhängige Kontrolle durch unabhängige Journalisten gibt. Schon jetzt fehlt im Bezirk eine notwendige Zahl von mindestens 12 unabhängigen Lokaljournalisten, die „zu Fuß, per Fahrrad und Auto“ die Lage vor Ort beobachten und beurteilen können.
Lokalpresse und Lokaljournalisten sind „zivilisationsrelevant“ und können auch vor Alltagsgefahren warnen, Prävention vermitteln und vor allem „Zuhören, Einordnen und Vermitteln.“

Auch der Versuch, Lokalpresse mit Hilfe von „Künstlicher Intelligenz“ zu simulieren und zu „fälschen“ ist zum Scheitern verurteilt, denn nicht einmal die Einwohnerzahlen sind von ChatGPT richtig „trainiert“ worden! Zudem sortiert Google KI-generierte Inhalte aus, wenn es auffällig wird. Das braucht noch eine Zeit.


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