Dienstag, 18. Mai 2021
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Lernen am Bildschirm verändert das Sehvermögen von Kindern

Kinderaugen

Ein Jahr nach Beginn der Pandemie hat das Vision Impact Institute verschiedene Experten für das Sehvermögen und die Gesundheit von Kindern zusammengebracht, um die Auswirkungen des digitalen Lernens auf das Sehvermögen von Kindern zu erörtern. Ein Jahr ist vergangen, in dem viele Schulen infolge der COVID-19-Pandemie weltweit auf virtuelles Lernen umgestellt haben.
In dem Gremium diskutierten Donna Mazyck, Geschäftsführerin der National Association of School Nurses; Becky Palm, Präsidentin und Geschäftsführerin der Essilor Vision Foundation; Joseph Ricci, Geschäftsführer der Pennsylvania Optometric Association und Dr. Charles Shidlofsky, klinischer Leiter der Neuro-Vision Associates of North Texas die vielfältigen Auswirkungen der Pandemie auf das Sehvermögen von Kindern:

  • Kinder leiden aufgrund zusätzlicher Bildschirmzeit und weniger Zeit im Freien vermehrt unter Sehstörungen. Diese Veränderungen haben zu höheren Zahlen bei Kurzsichtigkeit, Augenbelastungen und zu vermehrten Problemen beim Wechseln zwischen Nah- und Fernsicht geführt
  • Der Zugang zu ärztlicher Hilfe war erschwert. Davon waren Schuluntersuchungen, umfassende augenärztliche Untersuchungen und humanitäre Angebote betroffen. Mit der Verbesserung der Bedingungen wird sich diese Lage allerdings wieder entspannen.
  • Der Zusammenhang zwischen Sehvermögen und Lernen ist für die Zukunft der Kinder von entscheidender Bedeutung, da achtzig Prozent der Lernprozesse durch die Augen erfolgen. Sensibilisierung und evidenzbasierte Interessenvertretung sind auch weiterhin der Schlüssel zur Bewältigung dieses Bedarfs an öffentlichen Gesundheitsangeboten.
 

Kristan Gross, Vorstandsvorsitzende des Vision Impact Institute, fasste die Bedenken zusammen: „Es steht fest, dass wir bei der allgemeinen Steuerung von Veränderungen in der Kindererziehung das Sehvermögen in den Vordergrund rücken müssen. — Ungleichheiten beim Zugang zu Angeboten im Gesundheitssystem hat es bereits vor der Pandemie gegeben, das hat sich aber durch diesen rasanten Wandel zum digitalen Lernen noch verstärkt.

Gross sagte weiter: „Zukünftig wird es von entscheidender Bedeutung sein, dass unsere Kinder gut sehen und dabei eine Ausbildung genießen, auf deren Grundlage sich ihr zukünftiges Potenzial voll entfalten kann.“

Das Vision Impact Institute hat das Ziel, das Bewusstsein für die Bedeutung von Sehkorrektur und -schutz zu schärfen, um gutes Sehen zu einer globalen Priorität zu machen. Sein Beirat setzt sich aus vier unabhängigen internationalen Experten zusammen: Pr. Clare Gilbert (Vereinigtes Königreich), Allyala Nandakumar (Vereinigte Staaten), Dr. Serge Resnikoff (Schweiz) und Dr. Wang Wei (China).

Das Vision Impact Institute ist eine registrierte Non-Profit-Organisation, die Unterstützung aus dem Vision for Life Fund von Essilor, einem weltweit führenden Unternehmen in der Augenoptik, erhält. Das Vision Impact Institute unterhält eine international einzigartige Forschungsdatenbank zum Thema Sehen und Sehvermögen.

Weitere Informationen:

www.visionimpactinstitute.org