Montag, 19. Oktober 2026
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Fachtag Wohnen „Treptow-Köpenick – Ein Zuhause für alle?“

Stadtquartier

Am 26.11.2026, findet von 13:00-19:00 Uh ein Fachtag Wohnen im Kulturzentrum ALTE SCHULE Adlershof, Dörpfeldstraße 54, 12489 Berlin statt.
In drei Themenblöcken sucht der Fachtag nach Handlungswegen in der kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation des Berliner Wohnungsmarkts. Siehe Pressemitteilung vom 16.10.2026.

Zitat: „Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper, mehr und mehr Menschen sind Verdrängung, Wohnungs- oder Obdachlosigkeit ausgesetzt. Die Wohnungsnot führt nicht nur zu gesellschaftlichen Verteilungskämpfen, sondern erschwert ganz konkret das Ankommen vulnerabler Gruppen. Die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften wird für viele zum unfreiwilligen Daueraufenthalt.
Betroffene und diejenigen, die sich in Beratungsstellen, Unterstützungsangeboten und Migrant*innenselbstorganisationen für sie engagieren, wissen: Die eigene (bezahlbare) Wohnung bleibt der zentrale Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe.“


Grundsatzkritik:
„Eine neue Städtebau- und Sozialpolitik ist gefordert“

Von Michael Springer

Die Migrationspolitik muss neu gewichtet und geändert werden: die sofortige Arbeitsaufnahme und der Einsatz in sozialversicherungsrechtlichen Beschäftigungsverhältnissen hat oberste Priorität! Der eigene Wohnraum muss lohnendes Ziel guter Arbeit sein und auch durch Kredit- und Finanzierungsmodelle zugänglicher werden, als bisher.

Flüchtlingsunterkünfte sind die teuerste Wohnform, weil sie subventionierte „Wartepositionen“ mit „Bewachungsarbeitsplätzen“ sind, die Eigeninitiativen lähmen und zielgerichtete Arbeit und Wertschöpfung verhindern.

Der vernünftigste Schritt ist die Wiederaufnahme des „Arbeiter-Wohnungsbaus“ auf den massenhaft verfügbaren Gewerbeflächen in Berlin. Es sind viele kleinen Wohneinheiten möglich, von der Hausmeisterwohnung, bis hin zu „Boardinghouses“ für Startups und bis hin multifunktionalen Gewerbebauten mit Wohn- und Infrastrukturanteilen.

Dazu muss eine „De-Finanzialisierungsstrategie“ umgesetzt werden, die jegliche Kredit- und Fremdkapitalaufnahme durch Eigenkapitalinvestitionen von Unternehmen, durch Selbstbau und Baugruppen und durch mittelständische Bauvergabe ersetzt. Ziel ist dabei, Ausbildung, Selbstbau und Wertschöpfung durch Arbeit systemisch zu stärken und mehr und mehr (übertragbare) Eigentumsanteile zu erarbeiten. Das Gesamtziel „Arbeit UND Wohnen“ muss auf die Agenda gesetzt werden, um das Land Berlin nicht mit jedem Projekt immer tiefer in eine Finanzkrise zu führen.
Politik muss „Wohnen, Lebensqualität und Lebenserwerb“ fördern, und muss dabei auf wirtschaftliche und nachhaltig selbsttragfähige Strukturen setzen. Dabei muss die junge Generation bevorzugt und in ganzheitlicher Verantwortung einbezogen werden.
Flankierend können Ausbildungswerkstätten und Beschäftigungsgesellschaften eingesetzt werden, um „Lost Places“ und stillgelegte Gewerbeimmobilien zu revitalisieren oder zurück zu bauen.

Um die Migrationskrise zu überwinden, sollte der „modulare Wiederaufbau“ von Kriegsgebieten und Investitionsruinen mit internationalen Wiederaufbauprojekten syntegriert werden.

Die Berliner Landespolitik muss sich daher aus der bisherigen „Sozialbetreuungspolitik“ lösen und in eine international verbindende Wirtschafts- und Kooperationspolitik investieren, die im Land Berlin neue Modelle von „Arbeiten und Wohnen“ zum neuen „Zivilisations-Modell“ macht!